Geschichte

Pfarrkirche Altpölla

Das Gebiet der Marktgemeinde Pölla ist uraltes Siedlungsgebiet. Aufgrund von Funden in der "Frauenluckn" in der Katastralgemeinde Schmerbach steht fest, dass diese Höhle bereits im "Magdale'nien (Kulturstufe der Jüngeren Altsteinzeit, ca. 40.000 - 10.000 v. Chr.) von Menschen besiedelt war.

Der Name Pölla weist auf die frühe slawische Besiedelung hin (poljane = Feld). Altpölla, die Mutterpfarre vieler Waldviertler Pfarren wurde bereits 1132 erstmals urkundlich erwähnt.


Der Hauptort der Marktgemeinde Pölla ist jedoch der Marktort Neupölla, welcher sich bereits im Mittelalter aufgrund seiner Lage im Kreuzungsbereich der frühen Verkehrswege "Peheimsteig (Weg nach Böhmen) und Polansteig (Weg über Pölla), besser entwickelte und seit dem Jahre 1297 das Marktrecht besitzt.

Die Bevölkerung im Gemeindegebiet wurde durch die Hussiten im Jahre 1427, besonders aber auch im Dreißigjährigen Krieg - 1619 durch kaiserliche Truppen, 1620 durch das Heer der Bayern und 1645 durch die Schweden - fast an den Rand des völligen Ruins gebracht.
Die Vereinigung der fünf Gemeinden Altpölla, Franzen, Neupölla, Ramsau und Schmerbach am Kamp zur heutigen Großgemeinde "Pölla" erfolgte am 1.1.1968.